Heinrich Gesemann

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1886 - Geboren am 12. Dezember in Frankfurt am Main, als Sohn des Stellmachers Karl Gesemann und seiner Frau Margarete. Schon während seiner Schulzeit fällt er durch große Zeichenfreude auf. Nach Beendigung der Schule beginnt er eine Ausbildung in einer lithographischen Anstalt in Frankfurt. Erfolgreicher Abschluss durch das sogenannte "Künstlereinjährige". Anschließend Weiterbildung am "Städelschen Institut". Aufnahme in die Malerakademie in München.

Wichtige künstlerische Einflüsse erfährt er durch die Begegnung mit Hans Thoma. Der geborene Landschaftsmaler verwendet die ihm vertrauten Techniken -Graphik und Ölbild- bei der Gestaltung seiner Werke, die die schlichte, stille Natur der Mittelgebirge zum Thema haben. Lebt und arbeitet u.a. im Hohen Venn, wo er seine Frau kennenlernt.

Während seiner Tätigkeit als Konstruktionszeichner im 1.Weltkrieg entstehen u.a. Radierungen, die mit dem Flugzeugwesen zu tun haben.

Nach Kriegsende nimmt er endgültigen Wohnsitz in der Ahringsmühle bei Enkirch. Er ist befreundet mit Friedrich Karl Ströher, Irmenach, dem Hunsrückdichter Bauer und Prof. Zeidler aus Berlin, der sein Nachbar wird.

Es entstehen Radierungen und Ölgemälde, denen die Verwandtschaft mit C.D. Friedrich, Haider und vor allem H. Thoma nachgesagt werden. Ein größeres Gemälde in der Trarbacher kath. Kirche zeigt eine freie Darstellung nach Raphael.

1939 - Stirbt während einer Erholungsreise nach Genua, Italien. Seine letzte Ruhestätte findet er auf dem Enkircher Friedhof.