Die Umgebung von Starkenburg - Moselschleife -

Für die Besucher von Starkenburg ist es nicht schwer, sich ein Bild von der Umgebung zu machen.
Er tritt an den Rand des steil ansteigenden Uferberges und sieht vor sich ausgebreitet die Moselschleife mit ihren Ansiedlungen, darüber die Hochfläche des Mont Royal und im Hintergrund die ferner liegenden Mosel- und Eifelberge.

An einigen Stellen des steilen Grates genügen einige Schritte vom Bergrand in die andere Richtung, um den Blick über das Ahringstal hin zu den Höhen des Hunsrücks schweifen lassen zu können.

Folgen wir erst der Moselschleife vom Westen beginnend, so liegt am Beginn der Schleife Kröv, ein uraltes Weindorf, der Hauptsitz des ehemaligen Kröver Reiches, bekannt durch seine schönen Höfe (Dreigiebelhaus, einst Hof des Klosters Stavelot, Echternacherhof ) und eine im 18. Jahrhundert erneuerte Kirche.

Moselabwärts folgt Wolf mit seiner Klosterruine. Zwischen Wolf und Trarbach auf einer Anhöhe liegt die Wohnsiedlung Koppelberg.

Unter uns liegt Traben-Trarbach, seit dem 18.Jahrhundert einer der ersten Weinhandelsorte.
Die Stadt gehört zu den alten Siedlungsplätzen an der Mosel. Fränkische Wohnplätze auf beiden Seiten der Mosel sind nachgewiesen, erstmals wird ein Ortsteil (Litzig) 873 urkundlich erwähnt, als sie die Abtei von Corvey Litzig erhält und eine Propstei errichtet (Corveyer Wäldchen).

Nachdem die Grafen von Sponheim an der Mosel Fuß gefasst haben und die Starkenburg errichteten, statten sie 1254 Trarbach mit Stadtrechten aus.

Um 1350 wird die Grevenburg erbaut und die Sponheimer verlegen dorthin ihren Sitz.
Nach deren Aussterben 1437 bleibt die Burg weiter Amtssitz, sie wird im 30-jährigen Krieg von den Spaniern besetzt, von den Schweden angegriffen und belagert, das gleiche erfährt sie im spanischen Erbfolgekrieg (1702-13) , als sie belagert und eingenommen wurde, und nochmals im polnischen Thronfolgekrieg, 1733-35/38, als sie wieder belagert, von französischen Truppen unter Marschall Belleisle genommen und schließlich zerstört wurde. 13 mal hatte sie den Herrn in ihrer langen Geschichte gewechselt.
Heute lädt in der Ruine, mit einem reizenden Rundblick, eine Burggaststätte zum Verweilen ein.

Oberhalb von Traben erstreckt sich im nördlichen Teil der Hochfläche die ehemalige Festung Mont Royal, die von Ludwig XIV. von 1687 - 1692 erbaut, aber 1698 wieder geschleift wurde.
Dahinter sehen wir die Bungalows einen Feriendorfes.
Neben interessanten Werke der Festung (Kasemattenbatterien, Hornwerk, etc.) bieten sich bei einem Rundgang am Rande der Hochfläche herrliche Ausblicke.

Flussabwärts folgt Enkirch, bekannt durch seine schönen Fachwerkhäuser und Ratsstube. Enkirch ist eine alte römische Siedlung mit Resten eines Tempels, es wird schon in einer Urkunde 732 erwähnt, war ursprünglich der größte Ort unter den Sponheimern, bis die Grevenburg erbaut wurde.
Im Mittelalter war es mit einer Mauer umgeben, von der Reste heute noch zu sehen sind.

Gegenüber liegt Kövenig, weiter abwärts Burg rechts und Reil links des Flusses. Von Reil aus Aufstieg zum Reiler Hals, von dort aus weiter auf der Straße ins Alftal zum Kloster Springiersbach (größte Klosteranlage des Spätbarock im Rheinland), oder nach rechts zur Marienburg.