Gesangverein 1879 Starkenburg/Mosel e.V.

- Mitglied des Deutschen Sänderbundes -

1. Vorsitzender:

Heinz Wagner
Starkenburger Hof 1
56843 Starkenburg/Mosel
Telefon: 06541 - 6190
Fax: 06541 - 4688


Vereinsgeschichte:

Es war am 18. Januar 1879, als sich einige sangesfreudige Männer und Jünglinge unseres Dörfchens zusammenfanden, um nach getaner Arbeit das deutsche Lied zu pflegen und gründeten unter der tatkräftigen Führung des Lehrers Wilhelm Koch den Männergesangverein Starkenburg.

Als seine Hauptaufgabe betrachtete der Verein die Pflege des deutschen Volksliedes. Daneben trat er auch regelmäßig bei kirchlichen Feiern mit der Darbietung entsprechender Gesangvorträge auf. Nebenbei feierte der Verein jedes Jahr im Januar oder Februar seinen jährlichen Stiftungstag in Form von Konzert und Ball.

Am 1. und 2. Mai 1881 feierte der Verein unter Beteiligung einiger Nachbarbrudervereine sein erstes Sängerfest. Da der Dirigent Koch in derselben Zeit von Starkenburg versetzt wurde, so war auch gleichzeitig dieses Fest seine Abschiedsfeier. Danach übernahm Herr Lehrer Schuch und später Herr Lehrer Groh die Dirigentenstelle.



1903 zählte der Verein 26 aktive Starkenburger Sänger. Im folgenden Jahr wurde am 12. und 13. Juni das 25-jährige Bestehen gefeiert. Die Musik stellte die ehem. Rgts.-Musik der 69er aus Trier. Bis zum Beginn des 1. Weltkrieges nahm der Verein an einigen volkstümlichen Sängerfesten und Preissingen teil.

Da der Verein infolge des Krieges zusammengeschmolzen war, fanden sich wieder mehrere Jünglinge zusammen, und am 9. Nov. 1920 nahm der Verein seine Tätigkeit wieder von neuem aufzunehmen und mit Lust und Liebe ging es ans Werk.
1924 legte Herr Heinrich Bauer aus Trarbach sein Amt als Dirigent nieder und der Verein ernannte ihn für seine 25-jährige Tätigkeit zum Ehrendirigenten. An seine Stelle trat Herr Lehrer Schauß.



Die Goldene Jubel-Feier zum 50-jährigen Bestehen des Vereins, bisheriger Höhepunkt im Vereinsleben, wurde am 15., 16. und 17 Juni 1929 mit einem volkstümlichen Sängerfest gefeiert. Zu diesem Zeitpunkt zählte der Verein 29 aktive, 47 inaktive und 6 Ehrenmitglieder.



1939 erfuhr das gesellige Leben im Verein eine erneute, jähe Unterbrechung durch den 2. Weltkrieg.

Nach Kriegsende konnte der Verein nicht gleich wieder tätig werden, da er hierzu der Genehmigung der Militärregierung bedurfte, die am 5.8.1949 erteilt wurde.

1945 verstarb der langjährige Dirigent Lehrer Schauß und Herr Edmund Johann aus Irmenach übernahm die Leitung. 

1954 waren es 75 Jahre her, dass der Verein bestand. In den ersten Julitagen wurde das Fest begangen, 10 Vereine wirkten dabei mit. Das Maisingen wurde Brauch und fand herzliche Aufnahme bei den Dorfbewohnern. 



Bei einer Versammlung 1965 wurde ein Saalbau angeregt und hierfür eine Kommission gebildet. Der Verein beschloss, an die Zivilgemeinde Starkenburg für den Saalbau 6750,- DM zu zahlen und Kies im Wert von 250,- DM zu liefern. 1967 wurde mit dem Saalbau begonnen.
Am 13. Dezember 1968 konnte das erste Singen in diesem Gebäude abgehalten werden. Am Ende des Jahres hatte der Verein 30 aktive, 39 inaktive und 4 Ehrenmitglieder.
1971 gab der Lehrer Hellbeck vorübergehend seine Dirigentenstelle auf. Neuer Chorleiter wurde der zwischenzeitlich in Starkenburg wohnhafte Lehrer Horst Faust.



Im Jahre 1972, als der fast seit 100 Jahren bestehende Männergesangverein aufgrund des geringen Zugangs von neuen Sängern um sein Weiterbestehen bangen musste, wurde in der Jahreshauptversammlung beschlossen, als gemischter Chor weiter zu singen. Mit 15 spontan in den Verein eingetretenen Sägerinnen erreichte der Chor wieder eine beachtliche Stärke von über 30 Aktiven, und nannte sich fortan "Gesangverein 1879 Starkenburg".



1979 übernahm erneut Herr Hellbeck die Chorleitung. Nach 23 Jahren überzeugender Dirigententätigkeit musste er im Januar 1997 sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegen und wurde zum Ehrendirigenten ernannt.

Auch sein Nachfolger Christian Justen aus Irmenach, der den Chor mit großem Engagement ein Jahr leitete, musste aus beruflichen Gründen den Dirigentenstab in andere Hände geben. 
1998 übernahm die Dirigentin Elvira Jung aus Traben-Trarbach den Chor.



In Zeitabständen von 5 Jahren feierte der Gesangverein bisher seine Jubiläumsfeste, zuletzt am 13. bis 16. Mai 1999 seinen 120. Geburtstag mit Unterstützung der ganzen Dorfgemeinschaft.


2005 waren nur noch 5 Männer Sänger im Gemischten Chor. Trotz intensiver Bemühungen gelang es nicht, einige neue Männerstimmen zu werben. Die Einstellung des Chorgesangs drohte.

Man entschloss sich daher, mit 15 Frauen als reiner Frauenchor weiter zu singen. Bereits nach einem Jahr war jedoch klar, dass die Besetzung zu dünn war, um regelmäßig zu üben und Auftritte zu absolvieren. Da auch keine jungen Frauen bereit waren, sich für den Chorgesang zu begeistern, wurde der Gesang im Jahre 2006 eingestellt.

Nach 127 Jahren Chorgesang sind nun vorerst die Stimmen verstummt. Der Gesang im Starkenburger Gesangverein ist zur Geschichte geworden.
Der Verein existiert „im Stillen“ noch weiter, so dass man bei Interesse den Verein jederzeit wieder gesanglich beleben könnte. Auch hier stirbt die Hoffnung zuletzt!