Verbandsgemeinde Verwaltung Traben-Trarbach

Verbandsbürgermeister:

Marcus Heintel
Am Markt 3
56841 Traben-Trarbach / Mosel
 

Tel.: 06541 70833
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Verbandsgemeinde Traben-Trarbach - Starkes Mittelzentrum und intakte Infrastruktur

TRABEN-TRARBACH. Rund 10 500 Menschen leben in den sechs Gemeinden der Verbandsgemeinde Traben-Trabach. Lage, Landschaft und die Infrastruktur sind klare Pluspunkte, verbesserungsbedürftig ist die Verkehrsanbindung. (von WINFRIED SIMON, Trierischer Volksfreund)

Zum 30-jährigen Bestehen der Verbandsgemeinde Traben-Trarbach vor vier Jahren schrieb der damalige VG-Chef Alois Weber: "Die Zusammenführung der sechs Gemeinden Stadt Traben-Trarbach, Ortsgemeinden Enkirch, Burg, Starkenburg, Irmenach und Lötzbeuren zu einer neuen Verwaltungseinheit ist sehr positiv verlaufen."
Das dies auch heute noch so gilt, war bei der Gründung der VG sicherlich nicht selbstverständlich zu erwarten. Es gab damals durchaus auch Überlegungen, andere Verwaltungseinheiten zu schaffen. Größer und "mosellastiger" sollte die VG sein, meinten nicht wenige.

Gutes Miteinander unter den Gemeinden

Kinheim, Kröv, Reil, Erden, Lösnich und die Alftalgemeinden Bengel und Kinderbeuern mit dem Mittelzentrum Traben-Trarbach - auch dieser Vorschlag hatte seinen Charme. Schließlich einigte man sich auf die bekannte "kleinere Variante". Nicht zuletzt auch deshalb, weil die damaligen Kommunalpolitiker nicht so richtig überein kamen. Es ist müßig darüber zu spekulieren, welche Einheit letztlich mehr Vorteile gebracht hätte. Tatsache ist, dass die VG Traben-Trarbach heute durchaus stolz und selbstbewusst sein kann. Auch deswegen, weil die Gemeinden untereinander freundschaftlich verbunden sind und die Zusammenarbeit mit der VG-Verwaltung reibungslos funktioniert. Der große Ort Enkirch mit seinen historischen Fachwerkbauten, Burg mit seinem Schloss und einem starken Fremdenverkehr, Starkenburg mit seiner einmaligen Lage am Bergkamm, die Hunsrückgemeinden Lötzbeuren und Irmenach als attraktive Wohnstandorte - jede Gemeinde hat ihre Besonderheiten und einen eigenen Charakter.

Geprägt und dominiert wird die VG aber von dem starken Mittelzentrum Traben-Trarbach. 6500 der 10 500 Einwohner leben in der Stadt beziehungsweise in den Stadtteilen Wolf und Kautenbach. Ein starkes Mittelzentrum, das bedeutet auch eine vorbildliche Infrastruktur. Alle Schularten sind vertreten, es gibt ein Krankenhaus, Hallenbad, Ärzte, Polizeiwache, Seniorenwohnheim, ein Top-Angebot an hervorragenden Hotels und Restaurants und sogar einen Flugplatz für Sport- und Segelflieger. Das Hotel- und Gaststättengewerbe ist mit die wichtigste Branche der VG. Daneben dominiert in Burg und Enkirch der Weinbau. Die größten gewerblichen Arbeitgeber sind in der Stadt Traben-Trarbach ansässig: Caesar, Langguth und Ideal-Fensterbau Weinstock. Ebenfalls von großer Bedeutung als Arbeitgeber ist das Amt für Wehrgeophysik auf Mont Royal. Eine mögliche Schließung, über die in den vergangenen Jahren immer wieder spekuliert wurde und wird, träfe die VG ins Mark.

"Die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach ist zu Lande, auf dem Wasser, durch die Luft und per Schiene zu erreichen", sagt VG-Chef Ulrich K. Weisgerber. Das ist sicherlich einmalig in ganz Rheinland-Pfalz, dennoch täuscht diese Tatsache darüber hinweg, dass die Straßenanbindung ein großes Problem darstellt. Besonders deutlich wurde dies bei der Sperrung der B 53 nach dem Felsrutsch und der dringend notwendigen Sanierung der Moselbrücke.

Eine deuliche Verbesserung der Situation versprechen sich die Kommunalpolitiker von der inzwischen fertiggestellten A 60 und der in Planung befindlichen B 50 neu. "Das, was jetzt in der Umsetzung begriffen ist, hätte ich mir schon 20 Jahre früher gewünscht", sagt Weisgerber. Große Hoffnungen setzt er auf den Flughafen Frankfurt-Hahn. "Der Hahn wird die Verbandsgemeinde Traben-Trarbach nachhaltig verändern", ist sich der Verwaltungschef sicher. Die VG sei wegen ihrer Lage und der vorbildlichen Infrastruktur für viele Beschäftige, die der Hahn anlockt, erste Wahl als Wohnstandort. Weisgerber: "Traben-Trarbach liegt mitten im Drehkreuz zwischen Wittlich, Bernkastel und dem Hahn. Das ist ein entscheidender Vorteil."

"Not zu einer Fusion besteht nicht"

Ist die Verbandsgemeinde bei ihrer relativ kleinen Größe zukunftsfähig? Weisgerber will diese Frage weder mit einem klaren Nein noch mit einem klaren Ja beantworten. "Not zu einer Fusion besteht nicht", sagt er. Wirtschaftlich sei die VG gut aufgestellt. Die Diskussion um eine Verwaltungsreform wird aber weitergehen. Weisgerber ist sich aber sicher, dass es isolierte Lösungen, wo sich einzelne Verbandsgemeinden aus eigenem Antrieb heraus zusammenschließen, nicht geben wird. Vielmehr müsse da schon das Land initiativ werden und eine solche Reform anstoßen.

Quelle: Trierischer Volksfreund 2004-05-15